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Vor der Krise-Nach der Krise. Gleich oder anders?

  In der aktuelle Debatte um die Korona-Krise ist ein Thema sehr beherrschend: Und dann? Wenn die Krise zu Ende ist, was wird sich ändern? Krisen als außergewöhnliche Zeiten rufen die Forderung nach Veränderung hervor, weil die alten Gewissheiten nicht mehr zu gelten scheinen.    Der aktuell häufig zitierte Zukunftsforscher Matthias Horx glaubt, dass die Erfahrung der Corona-Krise zu Veränderung in der Weise führen wird, wie Menschen sich selbst als Individuen sehen, wie sie ihre Beziehungen zu anderen Menschen gestalten. Das hat das Potential für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel.    Das ist eine sehr aristotelische Sichtweise. In seiner Dramentheorie entwirft Aristoteles die Katharsis als Höhepunkt des Stücks, die zu einer Wandlung führt: der Figuren, der Ausgangssituation. Viele Krisentheorien bedienen sich dieses Modells. Die Geschichtsschreibung liebt Krisen, weil sie gesellschaftlichen Wandel plötzlich deutlicher und damit beschreibbare...

Wie melde ich mich beim Kurs an?

Melden sich an unter www.vhs.cloud   an.  Gehen sie zum Menüpunkt "Für Kursteilnehmende" und wählen sie "Mitglied werden" aus.  Erstellen sie auf der nächsten Seite einen Account (es ist kostenfrei) .  Haben sie einen Account erstellt, suchen sie den Kurs mit dem Code "fk1.604@berlin.vhs.cloud" Treten sie als Mitglied dem Kurs bei Eine ausführliche Anleitung zur Anmeldung bei Kurs finden sie unter  https://www.berlin.de/vhs/volkshochschulen/friedrichshain-kreuzberg/

Was ist eine Krise?

Die Coronakrise hat uns fest im Griff. Sie beherrscht unseren Alltag und sie steht im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussionen. Aber ist das was wir leben noch Alltag? Das Normale? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Viele Dinge kommen uns noch vertraut vor. Sind Routine. Wir stehen jeden morgen aufessen Frühstück. Abends gehen wir zu Bett. Tagsüber gehen wir arbeiten, entweder ins Büro oder wir setzen uns an der Schreibtisch. Der ein Schreibtisch ist, der nun einfach zu Hause steht. Aber dennoch sind viele Dinge anders. Wir können nicht ohne weiteres Freunde und Familienangehörige treffen. Menschen begegnen wir nicht mehr, wir weichen ihnen aus. Die Straßen sind ungewöhnlich leer und es ist eine seltsame Stille allerorten. Vielerorts sehen die Supermarktregale aus wie die traurigen Öden sozialistischer Marktwirtschaft. Ganze Ladenzeilen sind geschlossen. Nur Baumärkte scheinen noch offen zu sein. Was ist also eine Krise? Ist sie die Abwesenheit des Alltags, des Gewohnten? Ode...